

















Eine Sitzbank aus Kanfanar‑Kalk stand zuerst in einer istrischen Bootswerkstatt. Salz, Werkzeuge, Gespräche haben ihre Oberfläche gezeichnet. Jetzt trägt sie Schuhe und Einkaufstaschen, und jedes Mal klingt das Meer leise an, wenn Schlüssel darüberkullern und lachen.
Ein schmales Fenster trägt Idrija‑Spitze, morgens wirft sie zitternde Wellenlinien auf den Boden. Kinder verfolgen sie mit Zehen, Gäste mit Augen. Diese Ruhe spricht, ohne zu raunen, und lässt selbst regnerische Nachmittage plötzlich länger, wärmer, freundlicher wirken.
Ein alter Zirbenschrank riecht nach Hochalm und Harz. Zwischen Kleidern stecken getrocknete Kräuter, auf der Tür ein kaum sichtbarer Kerb aus Urgroßvaters Händen. Jedes Öffnen verschiebt die Zeit, und Schlaf wird tiefer, weil Nähe nicht inszeniert, sondern geerbt ist.